Sonntag, 22. Dezember 2024

Lachen und Weinen

 Erinnert ihr euch an die namensgebenden Säulen vor unserem Dormitory? Habt ihr euch schon einmal sehr nahe an sie heran gewagt? Abyss hat unser aller Neugierde nachgegeben, nachdem Esi uns davor gewarnt hat. Ein mächtiger Windstoß warf sie knapp 50 Schritt in die Luft, von wo aus sie sacht wieder herab segelte! Was ein Anblick! Raati kam sogar noch höher und landete auf dem Dach. Immerhin, er sagte ja, er kann sicher von solchen Höhen aus landen.

Wir bekamen eine kurze Führung über den Campus der Magaambya. Zunächst ging es in die Mensa, schön warm und trocken und herrlich duftend! Lumusi Yao würde sich stets über ein paar helfende Hände freuen. Täglich bekam jeder 2 Mahlzeiten von Sonnenaufgang bis 2 Stunden nach Sonnenuntergang. Auch von ihr erhielten wir eine Perle, in der Form einer Frucht, für unser Sammelband.

Das Powder Pile war ein wundervoll bunter, chaotischer und zugleich nützlicher Ort! Hier bekam man alles mögliche - und ich würde noch mindestens ein Jahr benötigen, um zu wissen, was alles im Sortiment enthalten war (kam ja auch ständig etwas neues dazu)! Xhokan, ein Kobold, war für dieses Geschäft zuständig und ebenso für die Ausgabe der Stipendiengelder. Aus Ton sollten wir eine individuelle Perle gestalten. Eine weitere Gelegenheit für Fùzá, auf seltsame Einfälle zu kommen und eine einfache Aufgabe unnötig komplex zu zerdenken. Aber so ist eben jeder etwas anders. Mit mir haben die anderen es sicher auch nicht leicht. Im Austausch dafür erhielten wir eine gläserne, rote Perle mit einem kleinen Beutelsymbol darauf. Sollten wir einmal Dinge finden, die eigentlich einen Besitzer hätten, so konnten wir sie hier abgeben - oder nach verlorenen Dingen hier fragen.

Zwei weitere, wundervolle Orte der Magaambya, die ich immer jedem zeigen würde, wären der Obelisk und der Kreis. Der schwarze Obelisk trägt jeden einzelnen Namen einer jeden Person, die an der Magaambya gelernt hat. Eines Tages werden auch die Namen meiner Kohorte und mir darauf eingetragen sein. Dann sind wir ein Teil der Geschichte dieser Akademie. Wir tragen sie genauso mit wie Tausene vor uns. Der Kreis war eine sich bewegende Karte des Mwangi Expanse, ein Abbild des Landes, so, wie es zum jeweils aktuellen Zeitpunkt aussah! Verrückt, nicht wahr? Verrückt, einzigartig, ajabu! Um die Karte herum war ein Pavillion aus allen Elementen. Ein ganz schöner Anblick...

Wir machten einen Abstecher in die Stadt, um meine Habseligkeiten aus der Gaststätte zu holen und nutzten die Gelegenheit, uns etwas kennen zu lernen. Fùzá hatte eine halbe Weltreise unternommen, um hierher zu kommen. Abyss kam recht aus der Nähe im Vergleich zu Raati, dennoch hatten sie es im Vergleich zum Weltreisenden und mir recht einfach gehabt. 

Und womit konnte man den ersten Tag an der Akademie besser abschließen als mit einer Feier im Gemeinschaftsraum? Wir luden natürlich alle aus dem Spire ein, aber wen wir unterwegs trafen, nahem wir auch mit auf! 

Nach einer geglückten, durchtanzten Nacht, ging es jedoch turbulent weiter. Im Bad mit dem kalten Wasser traf Fùzá auf lebende Handtuch-Frösche! Die hatten es ganz schön in sich und schlugen um sich! Er und Raati mussten ganz schön was einstecken - und das am frühen morgen! Nachdem sich diese Wesen etwas beruhigt und zurück gezogen hatten, bewachte Fùzá sie, während Abyss Esi suchen ging und ich mich um Raati kümmerte. Der Arme war von diesen Ereignissen völlig überrannt und erklärte, dass er sich allem hier so gar nicht gewachsen fühlte. Ich konnte nur hoffen, dass wir ihm in den nachfolgenden Tagen zeigen würden, dass er sich irrte.

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